Pflegen Sie die Zähne Ihres Kaninchens

Zahnerkrankungen sind bei Kaninchen sehr häufig und hängen oft mit ihrer Fütterung zusammen, weshalb es sehr wichtig ist, die Futteraufnahme Ihres Kaninchens im Auge zu behalten. Schlechte Zahnhygiene kann sich auf andere Bereiche der Gesundheit Ihres Kaninchens auswirken. Pflegen Sie die Zähne Ihres Kaninchens mit unseren Tipps und ergreifen Sie die richtigen Schritte, um Zahnerkrankungen vorzubeugen.

Die Zähne Ihres Kaninchens

Ein Kaninchen hat vorne vier scharfe Schneidezähne – zwei oben und zwei unten mit kleineren Schneidezähnen dahinter. Insgesamt haben sie 28 Zähne, davon 16 im Oberkiefer und 12 im Unterkiefer.

Sie sind Teil des Verdauungssystems und helfen dabei, Nahrung wie Heu und faserige Materialien, die viele andere Tiere nicht abbauen können, effektiv zu verstoffwechseln. Backenzähne im hinteren Teil der Maulhöhle helfen auch beim Zerkleinern von Futter.

Im Gegensatz zu Menschen, aber auch Hunden und Katzen werden Kaninchen mit bleibenden Zähnen geboren – sie haben keine Milchzähne, die ausfallen, um durch robuste erwachsene Zähne ersetzt zu werden. Die Zähne eines Kaninchens wachsen ein Leben lang und werden ständig abgenutzt und erneuert.

Zahnerkrankungen sind bei Kaninchen sehr häufig, weshalb es sehr wichtig ist, ihre Futteraufnahme im Auge zu behalten. Mit regelmäßiger Pflege können Sie sicherstellen, dass die Zähne Ihres Kaninchens in makellosem Zustand bleiben.

Pflegen Sie die Zähne Ihres Kaninchens

Die Zähne von Kaninchen wachsen ständig nach und werden abgeschliffen, so dass Sie sie nicht wie Ihre eigenen putzen müssen. Kaninchen kauen ständig, was dazu beiträgt, ihre Zähne gesund zu halten. Damit das so bleibt, ist es wichtig, dass Sie sicherstellen, dass sie das richtige Futter bekommen.

Schlechte Ernährung und Ballaststoffmangel sind die häufigsten Ursachen für Zahnerkrankungen bei Kaninchen, daher ist eine ballaststoffreiche Ernährung eine der besten Möglichkeiten, die Zahngesundheit zu erhalten.

Kaninchen in freier Wildbahn leben hauptsächlich von Gras und leiden selten an Zahnerkrankungen, daher ist es wichtig, dass Ihr Kaninchen eine gute Versorgung mit Gras hat. Dies ist nicht immer das ganze Jahr über möglich, daher ist Heu eine gute Alternative. Es enthält lange Fasern, die auf beiden Seiten gekaut werden müssen und dazu beitragen, die Zähne Ihres Kaninchens abzunutzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Heu eine spezielle Art von Ballaststoffen enthält, die für die ordnungsgemäße Funktion des Darms unerlässlich sind.

Welche Futtermittel eignen sich am besten für Kaninchenzähne?

Stellen Sie sicher, dass sie jeden Tag einen guten Vorrat an Heu oder frisch wachsendem Gras und anderem Raufutter haben. Dies sollte 80-90% der Futterration ausmachen. Sie können ihnen morgens frisches Grünzeug, Obst und Pellets für zusätzliche Nährstoffe geben, aber diese sollten nur etwa 10 % ausmachen. Kaninchenmüsli sollte vermieden werden, da es ernsthafte Zahn- und Magenprobleme verursachen kann – vor allem, wenn Ihr Kaninchen lieber die weicheren, schmackhafteren Stücke frisst und die härteren faserigen Stücke übrig lässt.

Abgesehen von den Vorderzähnen, die in der Regel auf den ersten Blick erkennbar sind, ist es ziemlich schwierig, das Maul Ihres Kaninchens zu überprüfen, ohne dass es sich gestresst fühlt. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Tierarzt bedeuten jedoch, dass Probleme frühzeitig erkannt werden können.

Anzeichen einer Zahnerkrankung bei Kaninchen

Kaninchen zeigen Krankheitssymptome erst sehr spät, wenn sie sich unwohl fühlen,  um nicht verletzlich zu wirken. Das Problem dabei ist, dass zu dem Zeitpunkt, an dem Sie eine Veränderung bemerken, oft Problem oft schon ziemlich ernsthaft  ist.

Es gibt jedoch immer Anzeichen, auf die Sie achten können und die auf Problem mit den Zähnen Ihres Kaninchens hinweisen:

  • Ein schmutziger Po – die Fellpflege ist für sie schwierig oder schmerzhaft geworden
  • Durchfall oder weicher Kot
  • Gewichtsverlust
  • Zähneknirschen
  • Tränende Augen
  • Sabbern
  • Bewegungsunlust

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei Ihrem Kaninchen bemerken, ist es am besten, es so schnell wie möglich zu Ihrem Tierarzt zu bringen, um es untersuchen zu lassen.

Zahnerkrankungen bei Kaninchen

Es gibt eine Reihe von Zahnproblemen, unter denen Kaninchen leiden können:

Überwucherung 

Hauskaninchen leiden oft unter überlangen Vorderzähnen, können aber auch überlange Backenzähne haben. Wenn die Zähne eines Kaninchens zu lang werden, können sie anfangen, in das Weichgewebe einzuwachsen und Schmerzen zu verursachen, was wiederum das richtige Kauen behindert. Halten Sie sich an eine ballaststoffreiche Ernährung, um dies zu verhindern, und lassen Sie überlange Zähne von Ihrem Tierarzt untersuchen und kürzen.

Deformierte oder beschädigte Zähne

Ähnlich wie in die Maulschleimhaut eingewachsene Zähne können auch deformierte oder beschädigte Zähne die Kaufähigkeit Ihres Kaninchens beeinträchtigen. Sie können Schmerzen und Schwellungen verursachen, die Ihr Kaninchen daran hindern, richtig zu kauen, sich zu putzen und zu fressen.

Augenprobleme

Die Zähne Ihres Kaninchens befinden sich sehr nahe an den Tränenkanälen. Wenn ihre Zähne überlang sind, können sie auf den Gang drücken, was dazu führt, dass sich vermehrt Tränenflüssigkeit um das Auge herum ansammelt. Dies kann zu Augeninfektionen und sogar zu Abszessen hinter dem Auge führen.

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