Zecken beim Haustier

Zecken stellen eine ernsthafte Gefahr für Deinen Hund, Deine Katze oder Dein Kaninchen dar. Erfahre mehr über diese weit verbreiteten Parasiten und finde heraus, wie Du Zecken an Deinem Haustier erkennen kannst, um es vor durch sie übertragbare Krankheiten zu schützen.

Brown fluffy dog walking outside in the woods

Was ist eine Zecke?

Zecken gehören zur Familie der Spinnentiere (verwandt mit Spinnen und Skorpionen) und ernähren sich vom Blut anderer Tiere. Ihre Größe variiert zwischen 1 mm und 1 cm, und ihr Körper ist eiförmig, der sich beim Blutsaugen mit Blut füllt und dabei größer und dunkler wird. Vor dem Blutsaugen auf ihrem Wirtstier sind sie etwa so groß wie ein Sesamkorn; nach der Blutaufnahme können sie so groß wie eine Kaffeebohne werden.

Diese Parasiten sind besonders häufig in Wald-, Gras- und Heidegebieten zwischen Frühjahr und Herbst zu finden, obwohl sie das ganze Jahr über aktiv bleiben. Zecken fliegen oder springen nicht; stattdessen klettern sie an Grashalmen hoch und lassen sich auf Tiere fallen. Anschließend heften sie sich mit ihren Beißwerkzeugen fest und saugen Blut. Normalerweise ernähren sie sich einige Tage lang von ihrem Wirt, bevor sie abfallen.

Zecken verursachen nicht nur Reizungen und Beschwerden, sondern sind auch nach Mücken einer der größten Verbreiter schwerwiegender Krankheiten. Dazu gehört auch die Lyme-Borreliose, die verheerende Auswirkungen haben kann.

Sowohl Haustiere als auch Menschen sind anfällig für Zecken, Dein Hund und dadurch auch Du, ist jedoch besonders gefährdet. Hunde, aufgrund ihrer erhöhten Exposition und Neugierde bei Spaziergängen, laufen ein höheres Risiko, von Zecken befallen zu werden.

Wie erkennt man eine Zecke?

Zecken können eine ausreichende Größe erreichen, um sichtbar zu sein, und sie fühlen sich wie kleine Unebenheiten auf der Haut Deines Haustiers an. Nach einem Aufenthalt im Freien ist es ratsam, mit den Händen über den Körper Deines Tieres zu streichen, um nach Unebenheiten zu suchen. Eine regelmäßige Fellpflege bietet ebenfalls eine gute Gelegenheit um nach Zecken Ausschau zu halten.

Achte besonders auf den Kopf, den Hals, die Ohren und die Pfoten Deines Haustieres, da Zecken dazu neigen, sich in diesen Bereichen festzusetzen.

Wenn Du eine Zecke entdeckst, hat sie sich in der Regel bereits in der Haut deines Haustieres festgebissen. Zecken, die noch kein Blut gesaugt haben, sind auf der Felloberfläche sichtbar bzw. dort am herumkrabbeln.

So entfernst Du eine Zecke

Wenn Du eine Zecke an Deinem Haustier entdeckst, brauchst Du keine Panik zu bekommen. Zecken lassen sich meist schnell und einfach entfernen, indem Du einen Zeckenhacken verwendest und ihn mit drehender Bewegung vorsichtig nach oben wegziehst. Eine Infektion mit Krankheitserregern kann verhindert werden, wenn Du die Zecke innerhalb von 24 Stunden entfernst.

Behalte Dein Haustier in den nächsten Tagen im Auge und überprüfe den Bissbereich auf Anzeichen einer Infektion oder Reizung. Wenn das der Fall ist, sprich bitte umgehend mit Deinem Tierarzt.

Wenn ein Teil der Zecke in der Haut Deines Tieres zurück bleibt, kann dies zu einer Infektion führen. In einem solchen Fall empfehlen wir Dir, Kontakt mit Deiner Tierarztpraxis aufzunehmen.
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Kaninchen-Zecken

Auch wenn es nicht oft vorkommt, sind Kaninchen anfällig für Zecken. Bei einem langhaarigen Kaninchen sind Zecken schwerer zu erkennen, deshalb ist es wichtig, Dein Kaninchen täglich zu pflegen und über das Fell zu streichen, um nach Zecken zu suchen. Zecken beißen sich vor allem an den Ohren, im Gesicht, an den Beinen oder an der Wamme des Kaninchens fest.

Einige der Krankheiten, die Zecken auf Kaninchen übertragen können, sind:

  • Myxomatose
  • Lyme-Borreliose

Wenn Du ein Kaninchen im Außengehege hältst, ist die beste Vorbeugung, Deinen Rasen kurz zu halten, da Zecken in längerem Gras anzutreffen sind. Außerdem solltest Du das Außengehege regelmäßig reinigen, damit Zecken und andere Parasiten dort keine Eier ablegen können.

Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Kaninchen eine Zecke haben könnte, und Dich nicht wohl dabei fühlst, diese selbst sicher zu entfernen, wende dich bitte an Deine Tierarztpraxis.

So beugen man Zecken vor

Es ist nahezu unmöglich, die Exposition Deines Haustieres gegenüber Zecken zu verhindern, aber eine effektive Parasitenprävention tötet oder wehrt sie ab, wenn sie sich an der Haut Deines Haustieres festsetzen.

Es gibt verschiedene Arten von vorbeugenden Behandlungen, die von Deinem Tierarzt bzw. Deiner Tierärztin angeboten werden, beispielsweise Spot-on-Präparate zum Aufträufeln auf die Haut oder Tabletten. Deine Tierärztin bzw. Dein Tierarzt kann Dich über das geeignetste Mittel zur Prävention, basierend auf dem Lebensstil und der Umgebung Deines Haustieres, aufklären. Ebenso kann eine Beratung über alle durch Zecken übertragenen Krankheiten spezifisch für Deine Region stattfinden.

Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden

Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen, indem sie sich vom Blut eines infizierten Tieres ernähren und es anschließend an ihren nächsten Wirt weitergeben.

Zecken können Borreliose sowohl auf Dich als auch auf Deine Haustiere übertragen. Diese bakterielle Erkrankung durchläuft drei Stadien und kann, wenn sie unbehandelt bleibt, zu Nierenschäden, Arthritis und Herzproblemen führen. Obwohl nicht alle Zecken diese Krankheit in sich tragen, ist es ohne spezielle Laboruntersuchungen nicht möglich, diejenigen zu identifizieren, die sie übertragen könnten. Daher ist es wichtig, Dich und Deine Haustiere zu schützen.

Zecken können auch Ehrlichiose übertragen, eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die Fieber, Gewichtsverlust, Steifheit und anhaltenden Blutverlust verursachen kann. In ähnlicher Weise können Zecken auch Babesiose übertragen, eine potenziell tödliche Erkrankung der roten Blutkörperchen. Beide Erkrankungen sind in Europa, vor allem aber in weiter südlichen Ländern (Mittelmeerraum), den USA und Afrika weit verbreitet und stellen ein Risiko für uns dar, wenn wir in diese Gebiete reisen. Für eine Beratung zu Reisekrankheiten und deren Prävention wende Dich gerne an Deine Medivet-Praxis.

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